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JourFix Tarock
Newsletter / Community Update
(April 2021)

1 Jahr Corona - die Auswirkungen auf uns

Aufmerksame Leser unseres monatlichen JourFix haben es mit Erstaunen bemerkt, dass wir das Thema Corona in der Vergangenheit sehr gut ausgespart haben. Doch aktuell fällt uns das sehr schwer und es haben sich einige Beiträge angesammelt. die sich nun direkt damit befassen. Wir haben uns lange überlegt, ob wir Euch das zumuten können. Aber - ehrlich gesagt - Ihr habt ein Recht darauf zu wissen, was uns umtreibt und wo unsere Probleme und Schwachstellen sind. In der Projektführung können Schwachstellen auch zu Stärken werden, wenn man sich ihrer bewußt ist. Wir wollen zeigen, dass das funktioniert.

Der Einfluß von depressiven Phasen auf die Entwicklung
(Erfahrungsbericht unserer jungen Kollegen)

Ja, scheinbar hat uns die Frühjahrsmüdigkeit voll erwischt. Oder es ist die Frühjahrsdepression. Egal - was auch immer. Tatsache ist, dass wir mit Umbauarbeiten, Corona und winterlichen Temperaturen die Weiterentwicklung unserer Produkte ziemlich verlangsamt haben. Wir hoffen nun auf die Öffnungsschritte im Mai, um bei einem gemütlichen Getränk und einem ungezwungenen Abend die Lebensgeister neu zu beleben. Die ewigen Videokonferenzen werden langweilig und die Durchhalteparolen hat man alle schon mal in den letzten 12 Monaten mehrmals gehört. Wir befinden uns in einer ungewöhnlichen Zeit, die so niemand voraussehen hätte können.
Das Schlimmste ist, dass wir aktuell auch keine Perspektiven vorfinden. Das junge Team ist Monate von möglichen Impfungen entfernt und die Veteranten wären zwar theoretisch anspruchsberechtigt, bekommen aber auch keine Termine in nächster Zeit. Einkaufen ist in Ostösterreich derzeit nur eingeschränkt möglich und das Treffen mit Freunden ist rechtlich sehr bedenklich. Aber irgendwie können wir uns jetzt die Zeit der Prohibition in den USA in den 20ern des letzten Jahrhunderts besser vorstellen. Angewandter Geschichtsunterricht.

Die Fragen zu "Lockdown light - heavy - superheavy" werden unterbrochen von "bringt nichts", "ist kontraproduktiv" oder "ist viel zu kurz". Tausende Köche versuchen sich nun an einem Brei, der eigentlich schon verkocht und hart geworden ist. In unserem Fall sollten wir hier Erfahrungen sammeln und damit dann in die Wirtschaft einsteigen. Die Realität sieht freilich anders aus. Wir sitzen alleine vor unseren Kastln, bei Problemen ist es schwierig Unterstützung zu bekommen, da ein Telefonat das persönliche Coaching nicht ersetzen kann. Manche von uns haben in dem Jahr Eigenheiten entwickelt, die für jede kommende Partnerschaft bzw. Dienstgeber wohl untragbar sein werden. Das wieder wegzutrainieren wird eine Herausforderung.

Aktuell wird in der Wirtschaft darüber gesprochen, wie es nach dem Auslaufen der Wirtschaftshilfen in Österreich weitergehen soll. Viele Unternehmen werden zusperren - oder korrekterweise: nicht mehr aufsperren. Aber auch in Bereichen, die diese lange Lockdownzeit "durchgetaucht" haben, wird es Probleme geben. Die Motivation und die Energie ist weg. Wir fühlen uns ausgelaugt, unmotiviert und depressionsgefährdet, wenn wir an die mögliche Zukunft denken.

Dabei sind wir noch privilegiert und dankbar für die Strukturen, die für uns geschaffen wurden. Anderen geht es noch viel schlechter. Daher haben wir beschlossen nicht zu weiter zu jammern, sondern wollen sobald als möglich wieder unser Bestes geben. Auch wenn es aus jetziger Sicht schwer fallen wird.

Der Rückblick auf den März

Mitte März haben wir mit den Bauarbeiten begonnen und noch immer ist nicht alles so, wie wir es uns gewünscht haben. Was mit einem einfachen Wasserrohrbruch begonnen hat, wurde zu einem sanitären Totalumbau inklusive der damit verbundenen Elektroarbeiten im gesamten Bereich. Immer nach dem bewährten Motto: "wenn schon, dann denn schon".

Wie ein Rattenschwanz kamen dann die einzelnen Renovierungsschritte dazu: neue Fliesen, neue Bodenbeläge, neuer zentraler Elektrokasten, Malerarbeiten und eine umfassende Grundreinigung. Der positive Aspekt ist sicher, dass wir damit die heimische Wirtschaft stärken und viel Geld investiert haben. Der negative Aspekt ist, dass wir viel Zeit und Energie (neben dem Geld) investiert haben und das Team ziemlich orientierungslos daneben gestanden ist. Sie durften wegen Corona nicht mit anpacken und wir konnten ihnen in der Zeit bei ihren Problemen nicht helfen.

Das große ABER ist allerdings, dass wir in der kompletten Zeit den Support aufrecht erhalten konnten und auch die Server brav durchgehalten haben. Der Online-Server hat aktuell eine durchgehende Uptime seit 29. Jänner und darauf können wir schon sehr stolz sein. Auch dass wir zum Zeitpunkt dieses Artikels schon 2,6 Millionen Spielrunden verzeichnen konnten, erfüllt uns mit Ehrfurcht vor diesem Projekt. Danke, dass Ihr soviel Spaß mit unseren Produkten habt. Das gibt uns aktuell die tägliche Motivation den Computer aufzudrehen.

Hausregeln XXer und Königrufen

Immer wieder bekommen wir wegen der diversen Hausregeln Anfragen in unserem Supportbereich. Man glaubt ja gar nicht, was alles in Form von Auslegungen in diesem Kartenspiel ausgemacht wird und wie weit da die Regeln oftmalig auch auseinander liegen.

Dabei sind wir beim XXer in der glücklichen Situation, dass wir schon ziemlich weit gekommen sind. Die Einstellungsmöglichkeiten in den Optionen decken geschätzte 90% der Hausregeln ab und sind auch fertig implementiert. Die Computerspieler stellen sich auf die Regeln gut ein und liefern bereits durchschnittliche Ergebnisse ab.

Im Königrufen gibt es noch viel zu tun. Zusätzlich stehen wir in Österreich vor dem Problem, dass die Tarock-Cups, die es in verschiedenen Bundesländern gibt, teilweise sehr gegensätzlich aufgestellt sind. Daher wird es da noch einige Zeit dauern, bis wir die Qualität vom XXer erreicht haben. Wir freuen uns über die vielen Kartensituationen, die uns von Spielern eingeschickt wurden. Damit ist für uns das Nachvollziehen von Spielsituationen sehr viel einfacher geworden.

[Rubrik] User fragen ...

Wann kommt im Königrufen auch die gesprochene Lizitation?
Wir haben uns vor einiger Zeit in der Community erkundigt, wie dringend sie die einzelnen Bereiche in der Entwicklung erachten. Dabei ist die gesprochene Lizitation nicht auf den vorderen Plätzen zu finden gewesen. Daher haben wir sie nach hinten gereiht und es wird noch einige Zeit dauern, bis die Lizitation im Köngrufen real gesprochen aus den Lautsprechern kommt.

Ich klicke auf das Bild über dem "Spielwechselbutton" und es tut sich nichts. Wie kann ich wechseln?
Aktuell geht der Wechsel zwischen den Spielen nur über den Button unter dem Bild. Eigentlich war das Bild nur als optische Anzeige über den aktuellen Aufenthaltspunkt gedacht. Wir haben uns aber entschlossen auch das Bild zu einem Button zu machen und damit die logische Brücke zu schließen. Danke für den Hinweis.

Gibt es irgendwann mal neue Hintergrundbilder oder Sets?
In der Tat ist gerade ein neues Kartenset in Vorbereitung, welches wir demnächst zur Verfügung stellen wollen. Die rechtlichen Punkte sind geklärt - nun ist die Grafikabteilung mit der Anpassung der Rohdaten an der Reihe.

Um jeden Preis durchhalten

Auch wenn wir alle nach einem Jahr "eingesperrt sein" schön langsam bis zu einem Maß abbauen, wo es schädlich für die Psyche wird, müssen wir trotzdem weitermachen und uns über diese Zeit hinüberretten. In diesem Sinne hoffen wir, dass Ihr den kommenden Frühling genießen könnt und uns dass wir wieder die Kraft finden, Euch neue Updates zu liefern.

Euer Tarock-Projektteam

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