Die letzte Ausgabe unseres Newsletters hat manche von Euch tief berührt. Wir danken Euch für die vielen bewegenden Worte und die tiefe Anteilnahme. Sie hat uns geholfen, zurück zu unserem Weg zu finden und die Arbeit wieder aufzunehmen. Wir haben eine tolle Community.
Heute nehmen wir uns die Zeit und den Platz um einige offene Fragen zu klären. Dabei geht es einerseits um Zusammenhangsfragen, welche den Support erreichen und Fragen an die Geschäftsleitung, welche von Presse und Kollegen aus der Branche gestellt werden. Zuletzt widmen wir uns wie immer an dieser Stelle den Fragen direkt aus der Community.
Wir wünschen tiefe Erkenntnisse und viel Spaß beim Lesen.
Ich als leitender Support-Mitarbeiter bin oftmals an vorderster Stelle, um Wogen zu glätten und Probleme zu lösen. Da passiert es auch häufig, dass man sich die Frage stellt "warum ist das jetzt eigentlich wirklich so?" - manchen dieser Fragen wollen wir heute nachgehen. Ich habe sie in Eurem Namen dem Team und der Teimleitung gestellt.
Ich habe in meiner langjährigen Tätigkeit festgestellt, dass die gestellten Fragen - man erlaube mir den Ausdruck - "banaler" werden. Wie könnt Ihr Euch das erklären oder ist das nur ein falscher subjektiver Eindruck?
Ja, es ist in der Tat so, dass die Menschen scheinbar die Fähigkeiten mit Computern umzugehen, tatsächlich verlieren oder dabei immer schlechter werden. Mussten wir früher an Steuerungsdateien herumwerkeln, Usern das Schreiben in Batch-Dateien erklären, so sind es heute 3 Klicks und einmal Login/Passwort-Eingeben, um von der Webseite, über die Installation bis zum Spiel zu gelangen. Doch das ist für manche zu schwierig. Dabei kann man gar nicht sagen "ja klar, die ältere Generation", denn da sind junge Mitmenschen auch darunter. Handys und Tablets haben den Menschen das nötige Computerwissen vorenthalten und machen vieles selber. Damit fällt aber das eigene Verständnis weg und man wird vom Ausführenden zum Beobachter. Da hilft es gar nichts, wenn man Kleinkindern früh Handy oder Tablet in die Hand drückt. Damit lernt man nicht mit dem Gerät umzugehen - man lernt es nur zu bedienen. Wenn etwas nicht funktioniert, dann schreit die Person um HIlfe. Die Welt wird unaufhaltsam immer digitaler und langsam reichen selbst die Grundkenntnisse nicht mehr aus. Das führt dann zu einem Ausschluss aus der aktiven Gesellschaft und der Nicht-Teilhabe an der Öffentlichkeit. Eigentlich eine Katastrophe.
Ok. Aber was kann man tun, um dieser Zukunftsvision zu entgehen?
Lernen. Elektronische Geräte und Computersysteme sind geduldig. Das heißt, man kann es sich hernehmen und Dinge probieren. Anfänglich Farben ändern, Positionen von Elementen verändern, Optionen anpassen, Programme erkunden, .. es gibt viel zu entdecken. Wenn man mal irgendwo ansteht kann man getrost eine der KIs im Netz starten und simpel danach fragen (z.B. Claude, ChatGPT, ...). Das geht heute auch in deutscher Sprache. Man hat seinen Privatlehrer quasi immer an der Hand. Und dann muss man nur Zeit aufwenden, um die oben beschriebenen Lernvorgänge weiterzuentwickeln. Stillstand ist Rückschritt. Nur kontinuierliche Aktivität ist Fortschritt.
Wenn immer wieder User auftauchen, die nicht wissen, wohin ihr Brower die Downloads speichert, dann ist das bedenklich. Schließlich erlaube ich einem Gerät etwas von irgendwoher zu laden und auf meinem Gerät zu speichern. Ich kann aber nicht nachschauen, wo das ist, was das ist (z.B. mit Antivirusprogramm überprüfen) und es dorthin schieben wo ich es haben will. Diese Freiheit sollte man seinem Gerät nicht einräumen. Da hat die bedienende Person doch mitzusprechen.
Ja, lebenslangen Lernen sollte nicht nur ein Slogan sein, sondern gelebte Praxis.
Eine andere Sache ist das Festhalten an JAVA und seiner Version 8. Diese Woche hatte ich jemanden, der JAVA generell als "alt" bezeichnete. Warum ist das so?
Um hier in die Tiefe zu gehen, fehlt uns schlichtweg der Platz. Aber vielleicht kann ich es in aller Kürze erläutern. JAVA ist eine weit verbreitete Programmiersprache, welche seinen Ausgang Mitte der 90er genommen hat. Sie hat viele Vorfahren und war damals schon state-of-the-art. Sie werkelt auch hinter den Kulissen in vielen elektronischen Geräten (z.B. Eiskästen) - im Internet of Things. Vom Aufbau ist sie ein Sandbox-Programmiersprache. Das heißt, Programme können eine selbst gesetzt Grenze nicht überspringen und nur im Rahmen ihres eigenen Spielplatzes ("Sandbox") arbeiten. Das bringt einen hohen Sicherheitsstandard. Sie bekam Anfang der 2000er kurzfristig einen schlechten Ruf, weil man sie auch im Rahmen von Webbrowsern einsetzen wollte, was ziemlich schiefgegangen ist. Dabei ist anzumerken, dass sie mit Javascript bis auf die Namensgleichheit nichts zu tun hat. Inzwischen hat auch der Besitzer von JAVA mehrmals gewechselt. Seit einigen Jahren wird JAVA kontinuierlich weiterentwickelt, ist stets unter den TOP3 der meistverwendeten Programmiersprachen zu finden. Von "alt" kann keine Rede sein.
JAVA8 ist jene Version, welche die erste moderne Version markiert und bis zum heutigen Tag in Bezug auf Sicherheit weiterentwickelt wird. Da alle User, welche ein Programm in JAVA8 laufen lassen wollen, diese Version auch installiert haben müssen, wäre eine Freigabe der Versionen (jeder sucht sich die Version, welche ihm/ihr gefällt) ein Fiasko, da JAVA vom Konzept nicht abwärtskompatibel ist. So kann eine Version 22 mit Teilen des JAVA8-Codes nicht anfangen. Das ist der Grund, warum wir daran festhalten. Wer sich auskennt, kann gerne unsere angebotene Version im Rahmen der 8er-Familie updaten. Höhere JAVA-Versionen sollte man aber im Zusammenhang mit unseren Produkten nicht verwenden. Es kann gutgehen - kommt auf die Portierung des jeweiligen Herstellers an, aber helfen können wir dabei leider nicht.
Abschliessend werde ich auch immer gefragt, warum wir in unseren Aussenden und Newsletter immer wieder von "Semestern" sprechen. Was hat es damit auf sich?
Da wir uns hier in einem Verein befinden, welcher Mediengestalter und Softwareentwickler an die normalen Arbeitsabläufe heranführt, dies aber im Rahmen eines Ausbilungsprozesses anbietet, wird die Zeit hier in verschiedene Semester unterteilt, um Projekte, Planung und Wissensvermittlung unter einen Hut zu bringen. Wir orientieren uns dabei sehr nahe am normalen Schulbetrieb. Allerdings ist bei uns der Semestersprung der Jahreswechsel und der Monatswechsel Juni/Juli.
Es gibt immer wieder Branchentreffen, welche die Schaffenden zusammenbringt. Eines der bekanntesten Treffen ist die GamesCom in Kön. Doch auch in Österreich gibt es Treffen und Stammtische. Als eine der ältesten Softwareschmieden in Österreich sind sind wir gelegentlich dort. Dort treffen wir dann mitunter auf folgende Fragen ...
Wird euch das Hochhalten der österreichischen Kartenspiele nicht langsam fad?
Nein. Obwohl wir zugeben müssen, dass es manchmal anstrengend ist. Kartenspieler sind ein eigenes Völkchen, denn sie spielen manchmal schon viele Jahrzehnte und ihre Hausregeln sind die einzig wahren Regeln. Änderungen sind Blasphemie. Da gibt es immer wieder Diskussionen. Trotzdem ist es schön, Leuten, welche keine drei Mitspieler mehr zusammenbringen, die gewohnte Kartenrunde aufrecht zu halten.
Wie kann man so lange aktiv sein und immer noch Engagement und Einsatz für Spieleentwicklung zeigen?
Witzig ist, dass die Motivation eher mehr als weniger wird. Dass man sich damit keine goldene Nase verdienen kann und man ewig im Schatten der großen Tripple-A-Spiele steht, ist selbstverständlich und klar. Trotzdem zeigt die Weiterentwicklung der Technis neue Möglichkeiten auf. Mehr Speicher, schnellere Grafik und fortschrittlichere Betriebssysteme sind dem eigenen Programmfortschritt sehr dienlich.
Wollt ihr nicht mal zu C++, C# oder anderen Systemen wechseln?
(Anmerkung: das sind andere Programmiersprachen)
Never change a running system. Es läuft, warum sollen wir ein Risiko mit der Veränderung der Codebasis eingehen?
Kann man damit immer noch Geld verdienen?
Wir haben keine Mercedes-Flotte vor der Türe stehen und kein Bürohaus als Hauptquartier. Trotzdem reicht es, um den Betrieb aufrecht zu halten. Gerade die Einführung der Servicegebühr im Jänner hat uns aktuell auf ein gutes Fundament gestellt. Die Frage ist also mit "ja" zu beantworten.
Beim Erstellen einer Mail an ihren Support wird man aufgefordert, eine Telefonnummer für Rückrufe einzutragen. Wozu, wenn es keinen telefonischen Support gibt?
Die Nummer wird von uns normalerweise verwendet, um per SMS die Info zu verschicken, dass eine eMail als Antwort versendet wurde (falls das notwendig erscheint). Das soll all jene unterstützen, welche nicht so oft in die eMails schauen.
Wenn ich mir Tarock-Königrufen heute kaufe (26.11.25) und das Programm downloade und installiere, endet die Gratis-Servicegebühr dann am 31.01.2026 oder am 26.02.2026. Bitte um rasche Antwort.
Wenn Sie das Produkt heute erwerben, dann läuft die Servicegebühr bis 26.2. (drei Monate)
Ich bin eingeloggt,habe das Spiel schon gespielt und beendet.Lieder finde ich nicht wie ich es neuerlich öffne ?
Bei der Installation wurde das Verzeichnis geöffnet, worin sich das Programm befindet. Zusätzlich wurde ein Fenster eingeblendet, welches ein paar Infos dazu gibt. Wenn Sie bei der Installation die Vorgabe nicht geändert haben, dann ist es bei Ihnen wohl in C:\TriangleAT. Wenn Sie das Verzeichnis gefunden haben, können Sie das Spiel wie beschrieben starten. Zusätzliche Hilfe erhalten Sie in unserer Hilfe-Sektion: https://www.tarock.at/help/hilfe.html im Bereich "Der Installer".
Muss ich Tarock vom meinem alten PC Windows 10 löschen um bei meinem neuen PC Windows 11 zu installieren ? Oder gibt es bei Windows 11 andere Richtlinien ? Danke für die Rückantwort die nicht dringend ist da es ja noch auf Alt PC unter Windows 10 funktioniert?
Nein, Sie müssen unsere Programme nicht von Windows 10 löschen. Wenn Sie Windows 11 laufen haben, dann holen Sie sich von der Webseite frisch den Installer/Lounge von der Hauptseite (evtl. auch JAVA) und lassen die ganze Suite frisch installieren. Die Onlineversion kann sowieso auf mehreren Rechnern installiert sein, da man zu jeder Zeit von maximal einem Rechner eingeloggt sein kann. Da gibt es keine Probleme. Bei der Solo-version gibt es ebenfalls in Ihrem Fall noch freie Lizenzen, was auch dort die Aktivierung ohne Probleme ermöglichen sollte.
Ja, klar. Weihnachten steht vor der Türe. Der feuchtfröhliche und laute Silvester kommt kurz danach. Trotzdem ist es auch ein guter Augenblick, um Vergangenem zu gedenken, Neuem niegierig entgegenzutreten und den Augenblick solange festzuhalten, bis er sich krampfhaft einreisst und entfleucht. Klar, früher war alles besser - selbst die Zukunft war damals besser ... aber Hand aufs Herz: an den persönlichen Zukunftsaussichten kann man selbst ein wenig herumwerkeln und sie ein Stückchen verbessern. Zumindest versuchen muss man es.
In diesem Sinne wünschen wir schöne Weihnachten und einen feuchtfröhlichen, spritzigen und befriedigenden Start in das Jahr 2026.
Euer Tarock-Projektteam
TriangleProductions ist ein Business-Label von Spiel & Presse e.V.
http://www.triangle.at |
https://www.tarock.at | ZVR 449871541